Logo      
 


Marlies Below & Susann Riedl

Lockwitzer Str. 23-27
01219 Dresden

Tel. 0351 - 309 43 100

Behandlungszeit nach Vereinbarung

  startbild
 
 

 

Johansen Individualisierte Auditive Stimulation (JIAS)

ist ein frequenz- und hemisphärenspezifisches, auf Musik basierendes individuelles Hörtraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Es wird seit über 30 Jahre nach den Erkenntnissen von Dr. Kjeld V. Johansen aus Dänemark durchgeführt.

Ein bedeutender Teil unserer Wahrnehmung ist das HÖREN.
Dieser Sinn:

  • ermöglicht die Orientierung in unserer Umwelt
  • lässt uns Gefahren erkennen
  • ist die Grundlage zur Sprachentwicklung
  • hilft uns Emotionen wahrzunehmen und soziale Kontakte aufzubauen
  • stellt die Basis für Lernen, Aufmerksamkeit und Verhalten

Das Hören entwickelt sich bereits im Mutterleib und wird nach der Geburt und im Verlauf des Lebens stetig ausgereift, angepasst und verändert. Krankheiten im Hals-Nasen-Ohren-Bereich wie beispielsweise Paukenergüsse, Mittelohrentzündungen oder auditive Über- bzw. Unterstimulation im Kindesalter können zu vorübergehenden oder dauerhaften Höreinschränkungen führen. Den Kindern fällt es oft schwer Geräusche zu selektieren und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Die Sprachentwicklung ist oft verzögert und/ oder von schlechter Qualität geprägt. Mit einem eingeschränkten Hörsinn lassen sich schulische Anforderungen nur schwer meistern. Die Lernergebnisse sind oft nicht zufrieden stellend und die Verhaltensauffälligkeiten nehmen mit steigenden Ansprüchen zu.

Es ist anstrengend ein Diktat zu schreiben, wenn man die korrekte Aussprache der vorgelesenen Wörter nicht versteht. Es fällt schwer sich auf eine Aufgabe in der Schule zu konzentrieren, wenn 20 andere Kinder der Klasse Nebengeräusche verursachen. Egal ob man unter einer verminderten oder gesteigerten Lautwahrnehmung leidet, in beiden Fällen ist der Energieaufwand des Betroffenen deutlich erhöht. Langfristig führt dies zu Verhaltensweisen wie Frustration, Ablenkbarkeit, Überforderung, Wutausbrüche und Verweigerung.

JIAS betrachtet des Weiteren, welches Ohr das dominant Hörende ist. Anatomisch funktionell sollte das rechte Ohr das Dominante sein. Dieses schaltet auf kurzem Wege direkt zum Sprachzentrum in der linken Gehirnhälfte und ermöglicht uns schnell auf einen Reiz reagieren zu können. Ist nun aber das linke Ohr das Dominante, führt die Verschaltung im Gehirn zu einer Verzögerung in der Hörwahrnehmung. Das linke Ohr muss einen kleinen Umweg über  ein  Untersprachzentrum in der rechten Gehirnhälfte nehmen, ehe es wieder auf das Sprachzentrum in der linken Gehirnhälfte schalten kann. Man nutzt für das Hören sozusagen die „lange Leitung“. Bei betroffenen Kindern oder Personen äußert sich das häufig in der verlängerten Zeit auf das gesprochene Wort zu reagieren.

Wie äußern sich Einschränkungen in der Hörverarbeitung?

  • Missverstehen von Gehörtem
  • Kurze Aufmerksamkeitsspanne
  • Verwechslung ähnlich klingender Wörter/ Buchstaben
  • Ablenkbarkeit und Konzentrationsprobleme
  • Verzögernde und/oder undeutliche Sprachentwicklung
  • Probleme, längere Höranweisungen zu verstehen und ihnen Folge zu leisten
  • Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen
  • Lärmempfindlichkeit im gesteigerten Maße
  • Schwierigkeiten, beim Singen die Melodie zu halten
  • Flache und monotone Stimme
  • Schlechtes Leseverständnis
  • Rechtschreibschwäche

 

Zusammenfassend kann JIAS in folgenden Bereichen hilfreich sein:

  • Verbesserung der Hörfunktion bei auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsproblemen
  • Steigerung der Aufmerksamkeit und Konzentration bei einer erhöhten Ablenkbarkeit durch Nebengeräusche
  • Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistungen, sofern die Schwierigkeiten u.a. durch auditive Einschränkungen begründet sind
  • Positive Unterstützung im Bereich der Sprachentwicklung und des Sprachverständnisses
  • Verbesserung der Aussprache bei leiser, undeutlicher oder monotoner Stimme
  • Hemmung einer Hörüberempfindlichkeit und Reduzierung eines wahrgenommenen Dauertones (Tinnitus)
  • Nutzung positiver Effekte zur Entspannung und Regeneration, z.B. bei traumatischen Erlebnissen oder Burnout-Erscheinungen

 

Ablauf  eines Hörtrainings:

  • Anamnese
  • Überprüfung des Hörens mit Erstellen einer Hörkurve in einem Frequenzbereich zwischen 125 – 8000 Hz, Testung der Ohrdominanz und dichotischem Test
  • Auswertung der Testergebnisse
  • Erstellung einer individuellen, auf die persönlichen Hörfertigkeiten abgestimmten JIAS Hörtraining - CD
  • Hörtraining, Hören dieser Musik für 6-12 Wochen, an meist 4-7 Tagen pro Woche, in einem täglichen Umfang von 10-15 Minuten
  • anschließend erneute Überprüfung des Hörens, Erstellung einer Anpassungs-CD mit aufbauendem Trainingscharakter
  • In der Regel werden 4-6 CDs gehört
 

 

Zurück zur Übersicht

 

 

 
 
Impressum - Datenschutz